Du willst dauerhaft gute Laune haben? Echt jetzt? Na dann her mit den Buntstiften!

HEY! Schlecht gelaunt? Dann hau Dir 'n Stift zwischen die Zähne

Boah…ne, oder? Wieder Sonntag Abend…also eigentlich ja super – wenn sich da nicht der Montag, mit seinen schmierigen Tentakeln schon mal gemütlich vors Bett schmeißt und nur darauf lauert, dass man auch ja direkt nach dem Aufstehen in seine Visage schaut: fies, gemeingefährlich, dunkle…oder ne…schwarze Augenränder bis zur Kniescheibe, so’n Vogelnest auf’m Kopf, faltig, vulgär-vor-sich-hinschimpfend, kampflustig (also „lustig“ nicht im Sinne von „hach wie witzig“, klar.) und unterzuckert. Und jetzt steh’n wir da. Nur wir Zwei. Im Bad. Vorm Badezimmerspiegel. Verstörende Erkenntnis: dieser „Joker-Typ“ hat irgendwie Ähnlichkeit mit mir…also im entferntesten Sinne. Mist. Ich wäre viel lieber Batman. Oder Catwoman. Natürlich mit blonden Locken…apropos…dann starte ich mal mit der morgendlichen Katzenwäsche. Und während mir die Zahnpasta aus den Mundwinkeln läuft (was leider wieder optisch so’n Joker-Style hat), schießen mir 5,7 Millionen Gedanken durch den Kopf…was alles zu tun ist…was passieren könnte…was ich heute hassen werde…wen ich heute hassen werde, daraus resultierend: wen ich verprügeln möchte…die f*** Staulänge auf der „A sowieso“…die überquellende Ablagekörbe auf’m Schreibtisch (süß: kenne Leute, die sprechen auch von ihrem Ablagekörbchen…also von einem. Krass. Das sind dann auch die, die ich verprügeln möchte)…das Wetter (…ist montags grundsätzlich scheiße. Bei Regen ist alles eh doof. Bei Sonnenschein aber auch. Weil, es ist ja Montag und nicht Wochenende. Dieses Dilemma-Ding halt)…war da sonst noch was? Bestimmt. Auf jeden Fall echt doofe Sachen. Nix zum freuen.

Und jetzt kommt`s: exakt nachdem ich in Ruhe und voller innerer Unzufriedenheit meine Gedanken zu Ende gedacht habe, passieren nur so völlig eigenartige Dinge: Zahnpasta-Schaum-Spritzer trifft in einer unübertrefflichen Genauigkeit IN mein Auge (wieso brennt Zahnpasta eigentlich so im Auge? Ach? Das passiert nur mir und deshalb ändern Colgate, SENSODYNE® und Co. das nicht? Mmh. Doof.), mit dem Ärmel meines Shirts bleibe ich in der Türklinke hängen, wobei die Tür zurück- und mir vor den Schädel knallt. Im Kühlschrank steht -natürlich- abgelaufene (Soja-) Milch. Dann halt Cornflakes mit Wasser (Hallöchen Chima 👋…hab die Textzeile aus Deinem Song „Morgen“ geklaut. Danke für die Inspiration!), Lieblingskleidungsstück ist in der Wäsche, Eyeliner-Strich missglückt wie noch nie im Leben und schmiert vor sich hin…Mann ey…und schon wieder seh ich aus wie ‚Joker’…dabei wollte ich doch „Catwoman-Eyes“…sexy und so…, Locken hängen traurig und stellenweise aggressiv am Kopf rum, draußen -endlich auf dem Weg zum Auto und nachdem natürlich noch der Müllsack gerissen ist und sich der „duftende“ Inhalt im kompletten Treppenhaus verteilt hat- fährt ein gestörter Autofahrer mit 1000 Sachen durch eine 3km tiefe Pfütze und…na ja. Ihr wisst schon was da passiert. Und so geht das immer weiter…und wisst Ihr was? Für diese Abfolge an Absurditäten gibt es sogar einen Namen! Sogar mehr noch: es ist ein Gesetz! Es sollte eigentlich direkt innerhalb des 1. Artikels im Grundgesetzes der BRD verankert werden: THE LAW OF ATTRACTION. Übersetzt: das Gesetz der Anziehung. Ich schreibe bald mal ausführlich etwas zu diesem Thema 🙌 Nur jetzt schon mal so viel: logisch, was dieses Gesetz so kann, oder?! Du bekommst, was Du erwartest. In meinem „montags-Fall“ eine ganz eindeutige Message ans Universum: BÄH. Und deshalb bekomme ich auch montags nur „BÄH“ gepaart mit etwas „Äääätsch“ und 💩.

So…und nun zu meinem „gute-Laune-Tipp“ (Endlich!) 🙋 

Manchmal -auch wenn man weiß, dass es dieses Anziehung-Gesetz-Ding gibt, ist es einfach nicht so einfach, es einfach sein zu lassen. Also das mit dem „negativen Denken“ und schlechter Laune. „Dann lach‘ doch mal!“ sagen die Emotionsforscher dann. Na toll. Und wenn es eben nix zu lachen gibt?! Na dann müssen wir eben härtere Geschütze auffahren und unser Gehirn positiv reizen. Und zwar ganz bewusst. Wenn wir uns nämlich ganz bewusst zum lachen zwingen (Lachen = Mundwinkel nach OBEN anheben und möglichst in dieser Position verweilen 😄) hat dies eine positive Auswirkung auf uns selber. Und deshalb auch auf unsere Stimmung! Herr Strack sagt dazu: „Der Gesichtsausdruck beeinflusst direkt die wahrgenommene Emotion“. Und er kann das sogar belegen. Denn er ist Sozialpsychologe an der Universität Würzburg und dort hat er mit seinen Mitarbeitern ein Experiment durchgeführt: die Probanden der Gruppe A mussten sich einen Stift q u e r  in den Mund zwischen die Zähne nehmen und zwar ohne das der Stift die Lippen berührt. Die Probanden der Gruppe B hingegen, mussten den Stift f r o n t a l in den Mund nehmen und dabei durfte der Stift nur von den Lippen aber nicht mit den Zähnen berührt werden (bildlich gesehen also einen Kussmund machen 💋). Jetzt sollten die Gruppen natürlich nicht nur so da „rumsitzen“. Sie schauten dabei lustige Cartoons. Wie lustig die Cartoons tatsächlich empfunden wurden, mussten die jeweiligen Probanden bewerten. Das war die Aufgabe. Und das Ergebnis war eindeutig: wer Zähne gezeigt hat, empfand die Cartoons witziger als diejenigen, die mit ihren Mündern einen Kuss geformt haben. 

Also Leute…wer schlechte Laune hat, gestresst ist oder einen Anfall von depressiver Stimmung bekommt: einen Stift zur Hand nehmen und quer in den Mund nehmen, drauf beißen (nicht zerbeißen) und Zähne zeigen! Und wer dabei noch an eine extreme witzige Situation denkt (und jeder von uns hat schon Millionen witzige Sachen erlebt!) aktiviert nicht nur die Wangenmuskeln, sondern auch noch seine Augenringmuskeln. Und dann ist es ein echtes Lachen. Echt erlebte Freude. Echt und unverstellt. Das wusste schon Monsieur Duchenne. Nach dem französischen Physiologen wurde diese Form des Lachens nämlich benannt: das Duchenne-Lächeln.

Wem das mit dem Stift jetzt doof vorkommt…also echt jetzt – da muss ich nun tatsächlich doch noch den ‚Joker‘ zitieren: „Why so serious?“ 

Diese Komfortzone…was ist das eigentlich und warum gibt’s sowas? 

Einfach mal einen Schritt raus…aus dieser bequemen & gemütlichen Komfortzone 🙋🏼. Sagt sich so easy.

Aber was ist das eigentlich? Eine Komfortzone? Und warum sollte man sie (gelegentlich) verlassen? Mmh. Komfort.  Anders ausgedrückt bedeutet der Begriff ‚Bequemlichkeit durch äußere Gegebenheiten‘. Klingt doch ganz nett und so. Hat aber auch einen minimalen Hauch von Langeweile, oder? 😳

Klar. In unserer ‚Choice Overload‘ Gesellschaft ist es auch verdammt schwer sich für ein bestimmtes Ziel zu entscheiden. Wo will ich denn überhaupt hin? Und warum lohnt es sich dafür einen Schritt aus diesem ‚Kuschel-gähn-Komfort-Ding‘ auszutreten? Bäh…vielleicht ist es da außerhalb ja kalt…oder auch unbehaglich. Oder zu anstrengend. Bleiben wir dann doch lieber hier drin. In dieser Zone. Hach…aber irgendwie ist das doch jetzt auch doof. So mit irgendwas um die 30 Jahre alt und dann schon eingeschränkt in einem Gebiet mit ’nem Zaun drum leben? Womöglich noch mit ’nem Elektrozaun, weil man sich den schön gedanklich unter Hochspannung setzt. Nur um ganz sicher zu gehen, dass man nicht doch durch ein kleines Schlupfloch ausbüchst. Oder ganz offensiv austritt. Um Gottes Willen 😱 bloß nicht. Nicht, dass uns noch der Schlag trifft, gell?

Leute…echt jetzt mal: DAS gibt’s doch nicht! Looooos!!!! Rafft Euch auf und probiert es doch mal! Müsst ja nicht gleich wie ein durchgedrehter Stier durch den „roten“ Zaun rasen. Aber wenigstens mal einen Blick wagen 👀  Auch wenn wir nicht wissen, was uns erwartet, BEWEGEN wir uns wenigstens mal wieder! Und es können ja schon die Kleinigkeiten sein, die eine große Wirkung bereiten:

  • Sachen ausmisten (so ein ‚Feng-Shui-Anfall‘ kann wahre Wunder bewirken!!!!)
  • Einen anderen Weg zur Arbeit, in die City, zur Familie, zu Freunden etc. wählen…erstaunlich…hab dadurch schon echt Schleichwege-technisch viel Zeit einsparen können…und z.B. neue kleine Lädchen entdeckt 🙋🏼
  • Zuhause mal Möbel verstellen…so eine andere Sichtweise, sitzend im neu platzierten Sessel, lässt einen (manchmal) klarer sehen. Wenn Du nix Neues siehst: dann hast Du wenigstens durch das Möbel-Verrücken da Staub gewischt, wo Du ihn vorher vermutlich nie vermutet hättest 😂
  • Mal etwas unternehmen, was man sonst nie tut (die Pseudo-Mitgiedschaft im Gym auflösen und tatsächlich hingehen; den neuen Smoothie-Mixer benutzen und nicht nur angucken bzw. vollstauben lassen; einen Brief an eine liebe Person schreiben…ja, auf echtem Papier und mit ’nem Stift. Falls einer von Euch die DIN A4 Seite verabscheut: es gibt auch Postkarten. Voll cool: das ist so ein meist rechteckiges Papier-Ding. Manchmal auch mit witzigen Motiven vorne drauf. Die wiederum rechteckige aufgemalte Markierung ist tatsächlich für die Briefmarke gedacht. Krass. Also nix Computer…
  • …und dann natürlich noch der Gang zum Briefkasten. Zu Fuß. Ohne Auto 😱 für mich eine mega Überwindung 🙈

Die wirklich großen Dinge, wie umziehen, neuer Job, neue Frisur oder was auch immer GROSS für Dich sein mag (das ist ja nun wirklich so eine individuelle Sache), kosten einen Tritt in den Hintern Deines Schweinehundes. ‚Jetzt nicht soooooo einfach‘ denkst Du? Dann sollte ich erwähnen, dass der Begriff Komfort dem lateinischen Wort confortare entspringt…was so viel bedeutet wie „du wirst ermutigt“ ☺️

 

 

Die Sache mit der Geduld und so…

Bildschirmfoto 2016-01-24 um 19.12.28

Letztens habe ich mal wieder so ein wenig vor mich hin- und hergedacht. Dabei spielt es jetzt keine Rolle, um was es da ging (oder immer noch geht *seufz*). Gerne setze ich mich dann kurz an meinen Mac und recherchiere eine wenig…teilweise zur Ablenkung (online-Shopping) oder Inspiration (online-Shopping) oder Langeweile (online-Shopping) –> An solchen Tagen liebe ich unser Waren-Umtausch-System 🙈😅 

Ich bin allerdings diesmal auf einen Text gestoßen, der mich sehr berührt hat…ich möchte fast sagen, welcher mich bis ins Mark getroffen hat…er ist so simpel und dennoch so voll von Wahrheit, Klarheit und Prägnanz. Und immer wenn ich mal wieder in meinem eigenen Kopfsalat feststecke und mich gedanklich abstrample (denn ich verharre ungern darin…da ist es nämlich oft echt anstrengend und doof), versuche ich mich an Herrn Rilkes Worte zu erinnern. Das hilft dann…und beruhigt…temporär. Irgendwie. Bis ich den nächsten Salat in meinem Kopf „anrichte“:

Und das ist doch auch irgendwie so eine komische Sache mit dem „Salat“. Wir wissen doch was uns schmeckt. Entsprechend kaufen wir doch auch ein…und diese Zutaten ergeben (wenn man sich jetzt nicht allzu blöde anstellt) doch echt eine leckere Speise. Ich zum Beispiel verachte Auberginen…und Paprika (die arme Aubergine kann da jetzt nix für…doch sie wurde mir einmal in einem so grausamen Zustand gekocht und präsentiert…Leute, ab da war vorbei 😣. Bei der Paprika is es so `ne Allergie…egal jetzt). Auf jeden Fall würden doch z.B. diese Dinge definitiv nicht in meinem Einkaufswagen landen…ABER warum ist das im Edeka, Rewe & Co. so einfach…und die Zutaten, die wir in unseren „inneren“ Einkaufswagen reinpacken, so schwierig? Was ist denn da los? Wieso ist es so schwierig sich nur auf die Dinge zu konzentrieren, die uns gut tun? Draußen würde ich im Leben nicht wertvolles Geld für Dinge ausgeben, die mich nerven…mir ein Unbehagen auslösen…die mir nicht gut tun etc….doch mein „inneres Einkaufsverhalten“ bezahle ich mit Lebensenergie. Wohlwissend, dass diese Energie mit Geld gar nicht aufzuwiegen ist…

Genug von mir…hier DER Text von dem grandiosen Herrn Rilke:

Und ich möchte dich, so gut ich kann bitten,
Geduld zu haben gegen alles Ungelöste
in deinem Herzen,
und zu verstehen.
Die Fragen selbst liebzuhaben
wie verschlossene Stuben
und wie Bücher, die in einer fremden Sprache
geschrieben sind.
Forsche jetzt nicht nach Antworten,
die dir nicht gegeben werden können,
weil du sie nicht leben könntest.
Und es handelt sich darum,
alles zu leben.
Vielleicht lebst du dann
allmählich – ohne es zu merken –
eines fernen Tages in die Antwort hinein.

Also Leute…(und ich muss diesen Satz auch an mich richten…also Janine)…HABT GEDULD!!! Egal an was Ihr gerade „dran“ seit. Mich flasht der Text maximal…auch wenn ich ihn mir immer und immer wieder durchlesen muss. Puhh…der Rainer Maria…was für ein kluger Mensch. Und ob er manchmal auch so fiese „Kopf-Einkäufe“ hatte und eventuell eine Aversion gegen Auberginen? 

🎶 Mein Song des Monats 🎶

I don’t tell you what to say
I don’t tell you what to do
So just let me be myself
That’s all I ask of you
I’m young and I love to be young
I’m free and I love to be free
To live my life the way I want
To say and do whatever I please