Realität vs. Phantasie

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Sag mal…ich habe da eine Frage: wie definierst Du eigentlich Realität?

Kann es sein, dass die sogenannte ‚Realität‘ ein reines Produkt unserer Phantasie ist? Denn wer kennt das nicht: schweißgebadet und herzrasend aus einem Alptraum zu erwachen und glücklich denkt: „Gott sei Dank – es war nur ein Traum!“.

Die neuro-chemischen Impulse die in Deinem Körper abgefeuert werden -während wir träumen oder phantasieren- sind nicht zu unterscheiden von denen, die in Deinem Kopf in Gang gesetzt werden, wenn Du eine solche Situation tatsächlich erlebst. Also wenn das, was wir wahrnehmen oft falsch ist, wie sollen wir wissen, was real ist und was eben nicht…?

Der amerikanische Schriftsteller Walt Whitman (1819 – 1892) schrieb in einem seiner Gedichte („Song of myself“): „I contain multitudes“ was soviel bedeutet wie „Ich enthalte Vielheiten“. Doch was meint er damit? Das ‚ICH‘ ist im Grunde eine Ansammlung verschiedener eigenständiger neuronaler Netze, die alle durch unser Gehirn turnen. Wenn also verschiedene Versionen des ICHs durch unser Köpfchen sausen, welches ist dann unser ‚wahres ICH‘? Bist Du der Rockstar, der einmal wöchentlich seine Songs auf der Bühne raushaut? Der Sportler, der pro Saison sämtliche Medaillen oder Pokale abräumt? Die erfolgreiche Buchautorin? Model? Fotograf…Blogger…oder ist Dein Alltagsjob das, was Dich eigentlich definiert?

Und wenn Du etwas an Dir änderst, Deinen Namen, Dein Gesicht, Deinen Job, Deine Einstellung zu Dingen, Deinen Wohnort…etc….fühlst Du Dich vielleicht anders und schaffst es sogar eine Weile, dass Deine Mitmenschen und nicht zuletzt Du selbst an Dein ’neues ICH‘ zu glauben.

Aber,

kannst Du tatsächlich etwas daran ändern, wer Du wirklich bist?